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Die Krayen entern im Sturzflug die Mittelalter Charts. Mit ihrem Debüt "Auf dunklen Schwingen" aus dem Jahre 2015, erregte die Band direkt hohes ansehen. Ein Jahr später kam mit "Tenebra" ein großartiger Nachfolger daher. Erst kürzlich zeigten sie sich sogar von ihrer humorigen Seite, als man gemeinsam mit Harpyie die Split CD "Vogelhochzeit" aufnahm und mit "Gut zu Vögeln" einen spaßigen Song im Stile von "Feuerschwanz" herausbrachte. Und nun sind wir schon im dritten Jahr Krayenzeit angelangt, wo "Von Mond und Schatten", nur kurze Zeit nach der "Vogelhochzeit" das Licht der Welt erblickte.

Das neue Album wird von vielen Kritikern sogar nochmal eine Stufe höher gestellt, als seine beiden Vorgänger - und das zurecht. Krayenzeit haben sich in kürzester Zeit zu den ganz großen hochgespielt. 3 Jahre, 3 Alben und musikalisch geradezu auf dem Höhepunkt ihres Schaffens. Besser und schneller kann eine Entwicklung kaum sein. Das neue Material präsentiert eine ganz neue Bandbreite im Reich der Krayen und wahnsinnig viel Experimentierfreudigkeit. Als nur eines von vielen Beispielen sei hier der Song "30 Silberlinge" genannt. "Von Mond und Schatten" zeichnet sich aber vorallem durch seine vielen abwechslungsreichen Kompositionen aus. Mal klassischer Mittelalter Rock, mal Folk und mal Ballatesk. Außerdem sind die einzelnen Stücke insich nochmal sehr vielseitig. Das ist ganz großes Kino für die Ohren, was wir von den Krayen gerade bekommen.

Während "Spieglein, Spieglein" oder "Krähenkönigin" tolle, aber auch eher klassische Krayen Songs sind, erklingen "Gefallene Engel", "Du bist mein Henker" und vorallem "Orpheus" in diesem besagten, neuen Gewand.
Und auch wenn der Gesang von Sänger Markus Engel schon allein absolut grandios ist, hat man sich für die großartige Ballade "Am Leben", sogar noch prominente Verstärkung mit ins Boot geholt. Malte Hoyer (Versengold), Anna Murphy (ex-Eluveitie, Cellar Darling), Anna Katharina Kränzlein (ex-Schandmaul) und Katja Moslehner (ex-FAUN), runden den Song perfekt ab.

"Ikarus" überzeugt mit Tempowechsel und die metallische Ballade "Blut von meinem Blut" grooved ordentlich. Auffallend ist hier auch der häufig verwendete Double Bass, der sich im übrigen durch das ganze Album zieht.

Hervorragend abgeschlossen wird "Von Mond und Schatten" mit dem melancholisch gezupften "Tageslied." Eine Ballade der Marke Großartig, aber das trifft so ziemlich auf alle Songs zu, die das Album zu bieten hat.


Fazit:

Die dargebotenen Melodien lassen einen auf Schwingen tragen und mit ins Krayenreich fliegen. 14 intensive, tiefsinnige und ernorm musikalische Songs der Extraklasse finden sich auf "Von Mond und Schatten wieder." Definitiv das stärkste Krayenzeit Album bis jetzt, das muss man einfach ganz deutlich sagen.
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Beitragvon The Count » 12. Nov 2017 12:01


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