Radio Rock FM | Rockbook

Aktuelle Zeit: 17. Okt 2017 05:56

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]





Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 
AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 11

AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Arch Enemy - Will To Power (2017)
#1BeitragVerfasst: 7. Okt 2017 10:16 
Offline
Forum Admin
Benutzeravatar

Registriert: 11.2016
Beiträge: 133
Geschlecht: männlich
Bild

Arch Enemy feiern mit ihrem nun mehr zehnten Studio Album nicht nur ein kleines Jubiläum, denn auch musikalisch geht es für Schweden aktuell immer weiter nach oben. Einen großen Anteil daran trägt nicht minder Front Frau Alissa White Gluz, denn die werte Dame sieht nur nicht nur gut aus, sie weiß sich auch enorm zu vermarkten. In diesen Tagen gibt es wohl kaum ein Metal Magazin, dessen Cover nicht mit ihr geprägt ist. Frauen sind im Metal ja ohnehin eher als Exoten zu verzeichnen, aber Frauen die auch noch growlen, kann man mit Sicherheit an einer Hand abzählen. Mit grünen Haaren und auffälligen Look schreit (äh pardon growled) das ja gerade zu nach publicity. Aber auch in anderen positiven Kriterien wie Tierschutz und co. weiß sich Alissa zu promoten, so das sie nicht gerade zu unrecht derzeit mit Arch Enemy im Rampenlicht steht, wie sonst niemand.
Fakt ist aber auch, das die Band mit Allisa White Gluz einen enormen Schub bekommen hat. Die musikalische Ausrichtung ist wesentlich spielfreudiger und melodischer geworden, ohne an Härte zu verlieren. Ich persönlich habe die Band erst mit Alissa für mich entdeckt. Mit ihrer damaligen Vorgängerin Angela Gossow, konnten mich Arch Enemy nie wirklich vom Hocker reißen.
Mit "Will To Power" ist nun ein Album entstanden, das sicherlich die Fanlager irgendwo spalten wird. Arch Enemy beweisen nämlich das Death Metal nicht nur Grunz Grunz und Knall Donner Peng sein kann, sondern ähnlich wie bei Amon Amarth, die Nummern auch wirklich ins Ohr gehen können. Dafür verantwortlich zeigt sich zum einen Gitarrist Michael Amott, den man "im ersten Sinn" mit Michael Schenker oder Gary Moore vergleicht, da sein Gitarren Spiel allein schon wortlos ganze Geschichten erzählt. Zum anderen natürlich Alissa White Gluz, die den Songs nicht nur ihren Stempel aufgedrückt, sondern auch eine Seele verliehen hat.
Und auch wenn das Album noch mit typischen Arch Enemy Stoff wie "The Race" beginnt, wird mit "Blood in the Water" schnell klar, in welche Richtung man sich mit dem restlichen Album bewegt. Melodisch, epische Solis und selbst die Growles lassen sich mitpfeifen. Absolute Melodic Death Metal Granaten wie "The World is Yours" (1 Millionen Klicks in 2 Tagen auf Youtube!) und "The Eagle Flies Alone" morphen Arch Enemy entgültig auf ein neues Level. In "Reason To Believe" beweißt Alissa wieder einmal, das sie sogar wirklich singen kann. In der Death Metal Ballade geben sich zarte Gesangseinlagen mit harten Growles die Klinke in die Hand. Eine interessante Variante, die Arch Enemy in Zukunft noch einige Türen öffnen könnte. "Murder Szene" ist wieder so eine typisches Amott/Gluz harmonierte Melodic Growl Nummer, geprägt von geilen Solis. "First Day in Hell" könnte man wohl am ehesten als Doom Deather beschreiben. Midtempo Riffs und langatmige tiefe Growls.
Mit einem epischen Solo beginnend, schmettert "Dream of Retribution" durch die Lautsprecher. Das Stück hat wieder echtes Ohrwurm - oder besser gesagt, Ohrgrowl Charakter. ;) "My Shadow and I" dürfte ein wahrer Moshpit Knüller werden und "A Fight I Must Win" schreit nur so nach Luftgitarren.

Unterm Strich wird "Will To Power" seinem enorm guten Ruf mehr als Gerecht. Arch Enemy haben sich weiter entwickelt und ich stelle diese Platte gerne mit "A Sounds of a Playground Fading" von In Flames auf eine Stufe, als auch diese Band plötzlich anfing wirklich guten Metal zu spielen. Das wird vielleicht vielen Fans und "den ganz harten Met'lern" nicht gefallen, aber reinen langweiligen Death Metal, der nur aus Grunz, grunz, Knall, Donner, Peng besteht, gibt es wie Sand am mehr. Wem allgemein Amon Amarth und die neueren Schreiben von In Flames gefallen, wird auch mit "den neuen" Arch Enemy voll auf seine Kosten kommen. Death Metal kann eben auch mehr sein, als nur sinnloser Krach.
Ein Beginn einer neuen Ära also? Ich bin gespannt, wohin der Weg von Arch Enemy in Zukunft gehen wird.

_________________
I'm the Devil, i love Metal


Nach oben
 Profil Besuche Website  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
© phpBB® Forum Software | phpBB3 Forum von phpBB8.de
» Kontakt & Rechtliches Support / Hilfe Forum Gooof Webdesign Kostenloses Forum Dein Forumo Forum web tracker